Äpfel: Parkers Pepping

Erkennungsmerkmale nach Richard Dahlem

Synonyme
Parker's Pippin, Graue Renette, Lederapfel, Lederer, Rabau, Pelzapfel, Pépin gris de Parker
> Erkennungsmerkmale >
- Schale oft narbig, da gerne von Insekten angenagt
Fruchteigenschaften, außen
klein bis mittelgroß, Klech grube mitteltief, feine Falten, Stiel kurz, Schale ledrig, vollflächig fein berostet, Grundfarbe grünoliv bis zimtfarben, Deckfarbe schwach braunorange
Fruchteigenschaften, innen
Fruchtfleisch gelblichweiß, saftig, gewürzt, angenehm weinig
Erntereife Beginn
Ende Oktober
Genussreife Beginn
Dezember
Haltbarkeit Ende
März
Reifeverhalten, Ernte, Lager
welkt nicht
Verwendung
Tafelost, Wirtschafts- und Mostsorte
Ertragsverhalten
früh, hoch, regelmäßig
Großklima
auch Höhenlagen
Bodenverhältnisse
keine trockenen Böden, feucht, nährstoffreich
Blühverhalten
kurz
Blütezeit
mittelspät
Wuchsverhalten
sehr schwach, am besten auf Stammbildner
Anbauform, Schnitt, Pflege
anspruchsvoll, pflegeintensiv
Ursprung, Züchter, Verbreitung
alte englische Sorte, vor 1800 bei Diel in Deutschland

Merkmale

Fruchtform-Typ
so breit wie hoch
Grundfarbe-Typ
grün-gelbgrün
Deckfarben-Anteil Typ
berosteter Apfel
Reifezeit Typ
Winterapfel
Fruchtgröße Typ
mittelgroß, klein
Deckfarben-Form Typ
verwaschen o. marmoriert

Sortengruppe

Graue Renetten, Grundfarbige Diel-Lucas XI 1.

Ähnliche Sorten

Carpentin, Coulons Renette, Damasonrenette, Englische Spitalrenette, Findling von Bedfordshire, Graue Französische Renette, Graue Herbstrenette, Graue Kanadarenette, Kasseler Renette, Osnabrücker Renette, Portugiesische Lederrenette, Reinette grise Parmentier, Schöner aus Boskoop, Tiroler Spitz-Lederapfel, Zabergäu-Renette

Literatur

  1. Lucas, Friedrich: Die wertvollsten Tafeläpfel, Ulmer-Verlag 1893
  2. Hartmann, Walter / Fritz, Eckart: Farbatlas Alte Obstsorten, Ulmer-Verlag, Stuttgart 2008
  3. Hartmann, Walter: Farbatlas alte Obstsorten 2003
  4. Möhring: Hochstamm-Obstbau 1946
  5. Bernkopf, Siegfried; Keppel, Herbert; Nowak, Rudolf: Neue alte Obstsorten - Äpfel und Birnen, Österreichischer Agrarverlag, Wien 1991
  6. Obstatlas der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam - Ein pomologischer Führer 2012
  7. Stoll, Rudolf: Östereichisch-Ungarische Pomologie, Selbstverlag, Klosterneuburg / Wien 1888
  8. Bartha-Pichler / Brunner / Gersbach / Zuber: Rosenapfel und Goldparmäne, AT Verlag 2005

Diskussion

Matthias T.am 23.03.2019 um 13:13
Servus Richard - ich kann nicht bestätigen, dass der „Parkers Pepping“ schwachwachsig ist. Bei uns wächst der auf Antonowka stärker und sehr gleichmäßig (bestimmt mittelstark). Die Sorte ist auch sehr regenerationsfähig: Im 2. Standjahr wurde er leider durch Pferde runter gerissen (bis knapp über die Veredelungsstelle). Es scheint, dass war für ihn eher eine Stimulation. In meinen Augen ist er auch einer der interessantesten Sorten für Spalier.