Äpfel: Roter Astrachan

Erkennungsmerkmale nach Richard Dahlem

Synonyme
Pomme d'Astracan Rouge, Roter Astrakanischer Sommerapfel, Red Astrakan, Jakobiapfel, Rother Astrakan, Roter Augustapfel, Roter Jakobiapfel, Ernteapfel, Astrakan rouge, Vermillio d'été, Abe Lincoln
> Erkennungsmerkmale >
- typisch weiß umhöfte Schalenpunkte, in der Deckfarbe sehr auffällig
- fünf Rippen in Kelchgrube
- Kelch geschlossen
- Stielgrube mit stahlig auslaufendem, grünlich-braunem Rost
- Gefäßbündel manchmal teilweise rot gefärbt
- Fruchtfleisch unter der Schale rot geädert, sonst hell
Fruchteigenschaften, außen
mittelgroß, unerschiedlich geformt, meist plattrund, Kelchgrube weit, stark gerippt, Stiel kurz, Stielgrube eng, berostet, Schale dünn, zart, leicht bläulich bereift, schwach duftend, nicht druckfest, Grundfarbe blassgelb, Deckfarbe verwaschen karminrot, deutliche gelbliche Schalenpunkte
Fruchteigenschaften, innen
Fruchtfleisch weiß, unter der Schale und um das Kernhaus manchmal leicht gerötet, etwas mürbe, saftreich
Erntereife Beginn
ab Ende Juli
Reifeverhalten, Ernte, Lager
vor Baumreife pflücken
Verwendung
weniger für den Frischverzehr, eher gute Wirtschafts- und Mostsorte
Ertragsverhalten
früh einsetzend, mittelhoch, leichte Alternanzneigung
Großklima
breit anbaufähig
Kleinklima
auch für raue, windige Höhenlagen geeignet (je besser die Anbaubedingungen desto bessere Fruchtqualität)
Bodenverhältnisse
auch für trockene Böden geeignet
Krankheiten, Schädlinge
in geschlossenen, warmen Tallagen anfällig für Schorf, Mehltau, Apfelwickler
Blühverhalten
wenig empfindlich
Blütezeit
früh
Wuchsverhalten
stark - mittelstark
Anbauform, Schnitt, Pflege
Frühsorte für alle Baumformen, auch geeignet für Spalier und Topfkultur
Ursprung, Züchter, Verbreitung
russische Sorte aus dem Wolgagebiet bei Astrachan, in Schweden 1780 erstmals beschrieben. in Deutschland ab 1840 zu finden, (1890 Deutscher Pomologenverein), eventuell identisch mit amerikanischer Sorte 'Wondernot'

Merkmale

Erntereife (Datum)
sehr früh bis früh - A.-M. Aug.
Haltbarkeit
kurz haltbar: bis 3 Monate
Fruchtform-Typ
so breit wie hoch
Grundfarbe-Typ
hellgelb
Deckfarben-Anteil Typ
roter Apfel
Reifezeit Typ
Sommerapfel
Fruchtgröße Typ
mittelgroß, klein
Deckfarben-Form Typ
verwaschen o. marmoriert

Literatur

  1. Mühl, Franz : Alte und neue Apfelsorten , Obst- und Gartenbauverlag, München 2004
  2. Mühl. Franz: Alte und neue Apfelsorten, Obst- und Gartenbauverlag München 2007
  3. Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern: Apfel- und Birnensorten Europas, Obst- und Gartenbau-Verlag, München 2007
  4. Lucas, Friedrich: Die wertvollsten Tafeläpfel, Ulmer-Verlag 1893
  5. Hartmann, Walter / Fritz, Eckhart: Farbatlas Alte Obstsorten, Ulmer-Verlag, Stuttgart 2008
  6. Hartmann, Walter: Farbatlas alte Obstsorten 2003
  7. Bannier, Hans-Joachim, Müller, Wilfried, Schuricht, Werner: Fehlerhaftes Bildmaterial in der aktuellen Obstsortenliteratur, Pomologen-Verein e.V. 2003
  8. Bernkopf, Siegfried; Keppel, Herbert; Nowak, Rudolf: Neue alte Obstsorten - Äpfel und Birnen, Österreichischer Agrarverlag, Wien 1991
  9. Berghuis, S: Niederländischer Obstgarten - Erster Theille - Äpfel, Boskooper Verein zur Bestimmung und Veredlung der Obstsorten, Boskoop 1868
  10. Müller, Ariane; Seipp, Dankwart: Norddeutschlands Apfelsorten - Ein Bestimmungsbuch, Ökowerk Emden 2015
  11. Obstatlas der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam - Ein pomologischer Führer 2012
  12. Bartha-Pichler / Brunner / Gersbach / Zuber: Rosenapfel und Goldparmäne, AT Verlag 2005

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